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Geschichte von Schenklengsfeld und seinen
Ortsteilen
Schenklengsfeld,
der Mittelpunkt des Landecker Amtes, wurde um 800 als "Lengesfeld
in Thuringia" urkundlich erstmals erwähnt, die Gründung dieses
ältesten Ortsteils der Gemeinde dürfte in der Zeit von 400-800
n. Chr. liegen.
Seit 1821 ist der Ort wichtiger Bestandteil des damals
geschaffenen Landkreises Hersfeld. 1688 entsprangen neben einem
alten Heilbrunnen zwei weitere Quellen, was als Wunder angesehen
wurde. Aufgrund der Heilwirkung wurde am 23.04.1688 das "Bad
Schenklengsfeld" eröffnet. Das ehemalige Rathaus dient heute als
Hotel, auf einer Steinplatte über dem Eingang wurde von einem
Bildhauer der Kampf des Ritters St. Georg mit einem Drachen
versinnbildlicht.
Das Haus befindet sich an dem ehemaligen Marktplatz, wo auch die
wohl älteste Linde Deutschlands ihren Standort gefunden hat. Der
Umfang der vier Teile des Stammes beträgt 18 m, der des Geästes
ca. 110 m. Dem Besucher fällt als imposantes Bauwerk die Kirche
mit ihrem rd. 40 m hohen Turm ins Auge. Der Turm gehört zu einer
Kapelle, die 1232 erbaut worden sein soll, der Neubau der Kirche
dürfte 1741 erfolgt sein. Schenklengsfeld selbst besteht aus ca.
1600 Einwohnern.
In den Jahren 1971/1972 vereinigten sich 13 Ortsteile zur
Großgemeinde Schenklengsfeld. Im einzelnen handelt es sich um
folgende ehemaligen Gemeinden:
- Dinkelrode mit ca. 121 Einwohnern. Der Ort, der am
Rande des Buchwaldes liegt, wurde 1240 als "villa Tinchenrod"
erstmalig erwähnt.
- Erdmannrode verfügt über rd. 246 Einwohner. Die
sehenswerte Kirche des Ortes wurde 1573 errichtet. Eine alte
Gerichtslinde vor der Kirche wurde restauriert, um sie der
Nachwelt zu erhalten. Der Ort wurde 1478 unter dem Namen "Erckmerode"
genannt.
- Hilmes, ca. 316 Einwohner, wurde 1367 als "Hyldemundes"
erstmalig erwähnt. In der Gemarkung Hilmes, am südöstlichen
Ausläufer des Landecker Berges, befindet sich die Burgruine
Landeck. Die zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtete Burg war
ein mächtiger Stützpunkt der Abtei Bad Hersfeld. Sie wurde im
Dreißigjährigen Krieg zerstört, die Mauerreste wurden im Jahr
1982 restauriert und befestigt.
- Konrode wurde im Jahr 1292 als "Cvnrode" erstmals
erwähnt, 1505 ist der Ort wahrscheinlich wüst geworden. Konrode
mit seinen rd. 216 Einwohnern schließt sich unmittelbar an den
Kernort an.
- Landershausen am Fuße des Ringberges wurde 1364 als "villa
Lentershusen" erwähnt. Der Ort mit seinen 235 Einwohnern verfügt
noch über mehrere sehenswerte Bäume in der Ortslage.
- Malkomes (rd. 259 Einwohner) wurde 1340 als Dorf des
Klosters Petersberg mit dem Namen "Malkandis" bezeichnet. Die
alte Kapelle ist 1981 fachgerecht restauriert worden, um sie
noch lange zu erhalten.
- Oberlengsfeld verfügt über rd. 508 Einwohner. Es
schließt sich wie Konrode direkt an Schenklengsfeld an. Erwähnt
wurde Oberlengsfeld im Jahre 1314 unter der Bezeichnung "superior
Lengisfeld unter Landecke". Eine alte Dorflinde sowie gut
erhaltene Fachwerkhäuser unterstreichen den ländlichen Charakter
des Ortes.
- Schenksolz mit seinen rd. 31 Einwohnern wurde im Jahre
1312 unter der Bezeichnung "Schenken Sulza" erstmalig erwähnt.
Es liegt umgeben von Höhenzügen in der reizvollen Lage des
Solztales.
- Unterweisenborn verfügt über 88 Einwohner und wurde
1314 als "Inferior Wyzzenborn" erwähnt. Noch heute sind viele
Fachwerkgebäude in dem landwirtschaftlich ausgerichteten
Ortsteil vorhanden.
- Wehrshausen - 1371 als "Werichshusen" erwähnt - war im
Jahr 1966 Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner
werden". In diesem Ort, der sich 4 km von Schenklengsfeld
befindet, wohnen ca. 257 Einwohner.
- Wippershain ist mit ca. 717 Einwohnern der größte
Ortsteil von Schenklengsfeld. Der von Urlaubern gern besuchte
Ort wurde 1317 als "Wyprechteshain" erwähnt. Von dort bietet
sich ein herrlicher Blick in die Rhön mit ihren Bergkuppen. Die
Pfarrkirche wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg
1680 restauriert und 1783 erneuert. Viele Wanderwege führen den
Urlauber in erholsame Wälder rings um den Ort.
- Wüstfeld mit 295 Einwohnern wurde 1387 als "Wustinfelde"
erwähnt. Zunächst war es hersfeldisches, dann hessisches Lehen
und gehörte später dem Lehen derer von Romrod.
Die Ortsteile sind überwiegend landwirtschaftlich strukturiert
und umgeben von herrlichen Wäldern und Wiesen. Schenklengsfeld
ist im Raumordnungsplan als Unterzentrum ausgewiesen, das
Zentrum ist gewerblich ausgerichtet und nimmt
Versorgungsfunktionen für den Bereich wahr.
Eine Vielzahl gut geführter Geschäfte geben den Bewohnern die
Möglichkeit, ihre Einkaufswünsche am Ort zu erfüllen. Die
Gesamtschule bietet die Gewähr, dass nicht nur die
Schenklengsfelder Kinder, sondern auch die Kinder der
umliegenden Gemeinden schulisch gut betreut werden.
Für die kleinen Bürger stehen drei Kindergärten mit 165 Plätzen
und eine Kinderspielstunde der ev. Kirche zur Verfügung, in
denen die Kinder auf den Einstieg in das schulische Leben gut
vorbereitet werden. Ein beheiztes Freibad mit internationalen
Maßen und eine moderne 3-Felder-Sporthalle stehen für die
sportliche Betätigung bereit. Um das gesundheitliche
Wohlergehen kümmern sich vier Arztpraxen, ein Zahnarzt, zwei
Masseure sowie eine Apotheke. Ein Tierarzt betreut die
Vierbeiner.
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