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Judaica Museum
Das Judaica-Museum Schenklengsfeld zeigt Religion und Leben
einer jüdischen Landgemeinde in Osthessen.
Bis 1933 gab es in Schenklengsfeld eine selbständige jüdische
Gemeinde mit durchschnittlich 160 Mitgliedern. Die Gemeinde
Schenklengsfeld verfügte über eine 1883 erbaute große Synagoge
und besaß seit 1850 ihre eigene staatliche Volksschule in der
ein jüdischer Lehrer unterrichtete. 1912/13 baute die jüdische
Gemeinde im Ort ein Haus für die Familie des Lehrers Jakob
Grünewald. Nach ihm lebten noch zwei jüdische Familien in dem
Haus, bis es 1939 Eigentum der politischen Gemeinde wurde. Nach
dem Krieg war das Haus von mehreren heimatvertriebenen Familien
bewohnt, bis es seit 1972 leerstand und langsam verfiel.
Seit 1972 gibt es ernsthafte Versuche, das Lehrerhaus aus
zeitgeschichtlichen Gründen zu erhalten. Dem 1994 gegründeten
Förderkreis gelang es ein Nutzungskonzept zu erarbeiten und die
Finanzierung der Bausanierung abzusichern. Die 1996 begonnenen
Bauarbeiten konnten im wesentlichen 1998 abgeschlossen werden.
In dem oberen Stockwerk zogen zwei Familien ein, während die
Räume im Erdgeschoss dem Förderkreis als Begegnungsstätte für
Geschichte und Kultur, d.h. hier befinden sich ein kleines
Judaica Museum sowie ein Seminarraum mit einer Judaica
Fachbibliothek, dient. Das Projekt wurde 1999 mit dem hessischen
Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Die Begegnungsstätte mit
Museum wurde im März 2000 feierlich eröffnet. Ein Besuch sollte
nach Möglichkeit ein Ortsrundgang und einem Besuch des jüdischen
Friedhofs unter sachkundiger Führung einschließen. Das Judaica
Museum mit Fachbibliothek finden Sie in der Landecker Str. 37 in
Schenklengsfeld.
Nähere Informationen und Anmeldungen für Gruppen und/oder
Ortsrundgängen zur jüdischen Geschichte von Schenklengsfeld und
der Region : Karl Honikel, 36277 Schenklengsfeld, Tel.: 0 66 29
/ 77 36, Fax: 0 66 29 /
80 90 43.
Website:
http://www.judaicamuseum.de


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