Auf dem unteren, dem Dorf zugewandten Teil des Schenklengsfelder
Friedhofs befindet sich ein einzigartiges Kulturdenkmal unserer
Region: der so genannte historische Friedhof mit 263
handwerklich kunstvoll gestalteten Grabsteinen aus dem 17. bis
19.Jahrhundert. Der Totenhof wurde 1604 angelegt, und zwar für
die Verstorbenen des ganzen Kirchspiels. Am südlichen Eingang
steht die alte Friedhofskapelle, ein achteckiger Holzgerüstbau
mit hohem, spitzem Turmhelm. Von hier hat der Geistliche (bei
Regenwetter) die Totenandacht gehalten.

Die Friedhofsstätte wurde 1964
neu gestaltet, die verschiedenartigen Grabmäler in 21 Reihen
aufgestellt. Über mehrere Generationen hat Schenklengsfelder
Steinmetzwerkstatt Stöppler ihre volkstümlich gestalteten
Handkunstwerke ausgeübt. Die aus Bundsandstein der Region
gehauenen "sprechenden Grabsteine" enthüllen dem Betrachter die
im Volksglauben und Brauchtum wurden Vorstellungswelten der
Vorfahren.